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19.02.2019

Ökoprofit-Projekt mit neun Betrieben geht in die zweite Runde

Umweltschutz spart Kosten Artikel aus dem Westfalen-Blatt

»Ökoprofit«-Projekt mit neun Betrieben in zweiter Runde Umweltschutz spart Kosten

 

Artikel aus dem Westfalen-Blatt, Samstag 16.02.19 von Sabine Robrecht

 

Nieheim/Steinheim/Höxter (WB). 22.000 Kaffee-Plastikbecher im Jahr: »Als wir diese Zahl ermittelt haben, war uns klar: Da müssen wir dran«, sagt Christian Einwohlt, Mitarbeiter der Spedition Heinrich Mahlmann in Steinheim. Inzwischen trinken die »Mahlmänner« ihren Kaffee aus Mehrwegbechern. Und sparen nicht nur Plastik, sondern auch 800 bis 1000 Euro Kosten im Jahr.

Den Impuls zu diesem Schritt hat das Beratungs- und Qualifizierungsprogramm »Ökoprofit« gegeben. Die mehr als 130 Mitarbeiter starke Spedition Mahlmann hat sich ebenso wie acht weitere Unternehmen aus der Region an diesem Projekt beteiligt. Ziel ist der vorsorgende Umweltschutz im Betrieb. Er schont Ressourcen und spart Betriebskosten.

Betriebe sparten 600.000 Euro Kosten pro Jahr

Auf dem Weg dahin beraten Experten der Kreisverwaltung und der Firma »B.A.U.M Consult« die Unternehmen. Im Kreis Höxter läuft das Projekt inzwischen in zweiter Runde. Kreisdirektor Klaus Schumacher würdigte die Offensive als gelungene Liason zwischen Ökologie und Ökonomie. Beim ersten Durchlauf mit zehn Unternehmen 2017 haben die beteiligten Betriebe 55 Maßnahmen im Umweltmanagement umgesetzt. »Sie sparten damit knapp 600.000 Euro Kosten pro Jahr«, bilanzierte Schumacher. »So ist Ökologie nicht nur Frust, sondern auch Lust.« Und auch die Umweltbilanz konnte sich sehen lassen. »Der jährliche Energieverbrauch in allen zehn Betrieben wurde um insgesamt mehr als sieben Millionen Kilowattstunden pro Jahr gesenkt. Im gleichen Zeitraum wurde der Ausstoß von Kohlendioxid in den zehn Betrieben um 2100 Tonnen reduziert.«

Erfolgszahlen werden auch die zweiten neun Unternehmen demnächst verkünden können. Sie sind mittendrin im Projekt und legten jetzt bei einem der beteiligten Betriebe, der Polstermöbelmanufaktur Finkeldei in Nieheim, eine zufriedene Zwischenbilanz vor. »Viele sind auf einem hohen Niveau eingestiegen. Trotzdem ließen sich Verbesserungsmöglichkeiten ausloten«, blickte Dorothee Meier von der Beraterfirma »B.A.U.M Consult« auf die Bestandsanalysen zurück.

Mit Mehrweg-Kleidersäcken Plastik sparen

Energie-Einsparpotenziale ergaben sich oft bei der Beleuchtung. Diese haben einige der beteiligten Firmen bereits umgestellt. Von Einweg auf Mehrweg umgestiegen ist neben den »Mahlmännern« auch die Wäscherei Schopp aus Bad Driburg. Mit Mehrweg-Kleidersäcken spart das Unternehmen Plastik. Mit der Verschnittoptimierung spart die Firma Maderas Holztechnik (Ovenhausen und Bredenborn) 5,4 Prozent an Material. Das Unternehmen stellt als Zulieferbetrieb Massivholzteile her. Geschäftsführer Ralf Lüke hat festgestellt, dass die Kunden in England viel Wert auf Umweltschutz legen und die Offensiven des Geschäftspartners im Rahmen des »Ökoprofit«-Projekts wohlwollend begleiten.

Die Nutzung regenerativer Energien steht bei den neun Firmen ebenso wie Verbesserungen in der Klimatechnik ganz oben auf der Agenda. Sie haben ausgelotet, dass sich Anschaffungen etwa für ressourcensparende Technik in überschaubarer Zeit amortisieren. Die Firma Glaskoch in Herste weitet ihr Umweltmanagement sogar auf die Grünfläche am Firmensitz aus. Eine Blumenwiese soll ihre Farbenpracht entfalten. Ein Insektenhotel steht als Zufluchtsstätte bereit. Und: Glaskoch nimmt mit seinen Azubis am Projekt »Energie-Scouts OWL« teil.

Fokus auf der Abfalltrennung und Entsorgung

Voller Tatendrang stellten die »Ökoprofit«-Teams der neun Betriebe das Erreichte und Geplante des einjährigen Projektes vor. In den nächsten Monaten folgen zwei weitere Workshops. Expertin Dorothee Meier würdigte das bisher Erreichte als bunten Maßnahmenstrauß mit einer Mischung aus technischen und organisatorischen Lösungen. Bei fast allen Unternehmen – das sei eine Besonderheit – liege ein Fokus auch auf der Optimierung der Abfalltrennung und Entsorgung sowie bei der Reduzierung des anfallenden Mülls und der Förderung der Mehrwegnutzung. »Ein ebenso wichtiges Thema ist der Blick auf die betriebliche Mobilität und die Nutzung der E-Mobilität.«

 

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